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Workplace Management, Digital Workplace und IT Workplace Management im Vergleich

 

Die Suchbegriffe werden oft synonym verwendet, meinen aber nicht dasselbe. Für Strategie und Software-Auswahl ist die Abgrenzung wichtig.
Begriff Fokus Typische Themen Hauptverantwortung
Workplace Management / Arbeitsplatzmanagement Physische und digital unterstützte Arbeitsumgebung Arbeitsplätze, Räume, Buchungen, Belegung, Services, Workplace Experience Workplace, Facility, CRE, HR, IT
Digital Workplace Management Digitale Arbeitsumgebung und digitale Zusammenarbeit Intranet, Kollaboration, Wissen, Workflows, digitale Employee Experience IT, Digital Workplace, Internal Communications
IT Workplace Management Technischer Arbeitsplatz und Geräte-Lifecycle Endpoints, Betriebssysteme, Anwendungen, Patches, Security, Support, UEM IT Operations, Service Desk, Security
Modern Workplace Management Übergreifendes Zielbild für flexibles, vernetztes Arbeiten Cloud, Collaboration, Automatisierung, hybride Policies sowie teilweise physische Workplace-Services IT, HR, Workplace, Management
Für Suchende mit dem Keyword «what is workplace management» ist diese Unterscheidung besonders relevant: Wer Schreibtische, Räume und Belegungsdaten steuern möchte, braucht andere Funktionen als ein IT-Team, das Geräte, Softwareverteilung und Sicherheitsupdates verwaltet. In einer modernen Organisation müssen beide Welten miteinander sprechen – sie bleiben aber fachlich unterschiedliche Disziplinen:

Warum Workplace Management für hybride Organisationen wichtig ist

Hybride Arbeit verändert die Nachfrage nach Büroflächen. Anwesenheit schwankt stärker nach Wochentag, Team, Rolle und Aufgabe. Gleichzeitig bleibt das Büro wichtig für Zusammenarbeit, soziale Bindung, Lernen und den Zugang zu spezialisierten Räumen.
Eine randomisierte Studie mit 1.612 Mitarbeitenden zeigte, dass zwei Homeoffice-Tage pro Woche die Kündigungsrate um rund ein Drittel reduzierten, ohne die Leistungsbewertungen zu verschlechtern. Das Ergebnis stammt aus einem konkreten Technologieunternehmen und ist nicht automatisch auf jede Organisation übertragbar. Es zeigt jedoch, dass hybride Modelle nicht zwangsläufig Leistung kosten. Zur Studie in NatureAuch die digitale Zusammenarbeit ist längst Teil des Betriebsmodells: 2024 führten 52,9 Prozent der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten in der EU Online-Meetings durch.

Eurostat ordnet diese Entwicklung ein

Workplace Management schafft dafür einen operativen Rahmen. Es beantwortet nicht nur die Frage, wie viele Arbeitsplätze vorhanden sind, sondern auch:Welche Arten von Arbeitsbereichen werden tatsächlich benötigt, zum Beispiel Besprechungsräume, Telefonkabinen, Shared Desks oder Einzelbüros? Zu welchen Zeiten und an welchen Wochentagen sind die Büros am stärksten ausgelastet? Finden Mitarbeitende schnell einen verfügbaren Arbeitsplatz oder Besprechungsraum? Wie hoch ist die No-Show-Rate, also die Differenz zwischen gebuchten und tatsächlich genutzten Räumen? Gibt es Bereiche, die dauerhaft untergenutzt sind?
Die Herausforderung besteht darin, Flexibilität und Verlässlichkeit auszubalancieren. Eurofound weist darauf hin, dass hybride Arbeit Work-Life-Balance und Produktivität unterstützen kann, zugleich aber Risiken wie längere Arbeitszeiten, verschwimmende Grenzen und weniger soziale Interaktion mit sich bringt. Workplace Management kann diese Spannungen nicht allein lösen, aber es liefert Strukturen, Räume und Daten für bessere Entscheidungen.

Ziele und Aufgaben im Arbeitsplatzmanagement

Ein professionelles Workplace Management verfolgt mehrere Ziele gleichzeitig. Die Gewichtung sollte aus der Unternehmensstrategie abgeleitet werden.
Ziel Konkreter Beitrag
Workplace Experience verbessern Räume und Arbeitsplätze schnell finden, buchen und nutzen; Reibungsverluste reduzieren.
Flächen bedarfsgerecht einsetzen Über- und Unterversorgung erkennen und Raumtypen anhand der tatsächlichen Nutzung von Arbeitsbereichen optimieren.
Zusammenarbeit unterstützen Eine vielfältige Arbeitsumgebung schaffen, die unterschiedliche Tätigkeiten im Arbeitsalltag unterstützt, zum Beispiel Teammeetings, konzentriertes Arbeiten oder kurze Telefonate.
Betrieb vereinfachen Buchung, Freigabe, Visualisierung, Support und Datenanalyse in klare Prozesse überführen.
Kosten und Ressourcen steuern Miet-, Energie- und Betriebskosten anhand der Analyse von Belegungsdaten aus Sensoren fundiert bewerten.
Nachhaltigkeit fördern Flächen, Energieverbrauch und Ausstattung auf Basis der tatsächlichen Nutzung optimieren und gleichzeitig nachhaltige sowie ressourcenschonende Lösungen einsetzen.

 

Nicht jedes Ziel lässt sich mit derselben Kennzahl messen. Eine höhere Auslastung kann wirtschaftlich sinnvoll sein, darf aber nicht zu fehlenden Rückzugsräumen oder dauerhaftem Suchaufwand führen. Deshalb gehört die Workplace Experience genauso in das Zielsystem wie Flächeneffizienz.

Die zentralen Bausteine eines modernen Workplace Managements

Sechs Kriterien haben sich in der Praxis als entscheidend erwiesen:
    1. Strategie und Governance:
      Am Anfang stehen ein klares Zielbild, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsregeln. Workplace, Facility, HR, IT, Datenschutz, Corporate Real Estate und gegebenenfalls die Arbeitnehmervertretung sollten früh eingebunden werden. So entstehen gemeinsame Definitionen für Ressourcen, Daten, KPIs und Entscheidungen zur Flächenplanung.
    2. Buchung und Orientierung:
      Mitarbeitende müssen Arbeitsplätze, Besprechungsräume oder Telefonkabinen schnell und einfach finden und buchen können. Interaktive Gebäude- und Etagenpläne, eine Buchungs-App für Desktop und Smartphone, wie beispielsweise myROOMZ sowie eine Echtzeitanzeige der Belegung helfen dabei, den Suchaufwand deutlich zu reduzieren.
      Entscheidend ist, dass sich diese Funktionen nahtlos in die bereits genutzten Arbeitswerkzeuge wie Kalender, Microsoft 365 oder Google Workspace integrieren
    3. Belegung und tatsächliche Nutzung:
      Buchungsdaten zeigen Absicht, nicht zwingend Nutzung. Ein reservierter Raum kann leer bleiben; ein nicht buchbarer Huddle Space kann stark genutzt werden. Belegungssensorik ergänzt deshalb das Bild. Sie sollte nur die Daten erfassen, die für den definierten Zweck erforderlich sind.
      Erst der Vergleich von Buchungs- und Belegungsdaten liefert ein verlässliches Bild der tatsächlichen Nutzung von Arbeitsbereichen. So werden No-Shows, reservierte, aber ungenutzte Räume sowie Bereiche sichtbar, die häufig spontan genutzt werden und dadurch möglicherweise überlastet sind.
    4. Workplace Analytics:
      Workplace Analytics verdichten Buchungs- und Belegungsdaten zu Mustern. Verantwortliche können Gebäude, Etagen, Zonen oder Raumtypen vergleichen, Spitzenzeiten erkennen und Veränderungen über einen längeren Zeitraum bewerten. Gute Dashboards beantworten konkrete Fragen, statt möglichst viele Diagramme zu zeigen.
      Durch den Einsatz von Tags, zum Beispiel nach Abteilung, Ausstattung, Zone, Gebäude oder anderen relevanten Kriterien, lassen sich individuelle Dashboards erstellen. So wird auf einen Blick sichtbar, welche Arbeitsbereiche besonders stark oder nur wenig genutzt werden und welche Faktoren diese Unterschiede beeinflussen.
      Diese Analysen schaffen eine fundierte Grundlage für Entscheidungen zur Flächenplanung. So kann beispielsweise die Anzahl der Telefonkabinen erhöht werden, wenn Fokusbereiche dauerhaft ausgelastet sind, zusätzliche kleine Besprechungsräume geschaffen oder wenig genutzte Flächen einer neuen Nutzung zugeführt werden. Investitionen orientieren sich damit an den tatsächlichen Bedürfnissen der Mitarbeitenden statt an Annahmen.
    5. Integrationen und Betrieb:
      Workplace-Management-Software muss in die bestehende IT- und Gebäudelandschaft passen. Dazu gehören Kalender, Microsoft 365, Google Workspace, SSO, WLAN, digitale Anzeigen, gegebenenfalls Zutrittssysteme und Reporting.
      Eine native Integration in die bereits genutzten Arbeitswerkzeuge erleichtert nicht nur die Einführung und Verwaltung der Lösung, sondern fördert auch ihre Akzeptanz im Arbeitsalltag. Mitarbeitende können Besprechungsräume oder Arbeitsplätze direkt über ihre gewohnten Anwendungen buchen, ohne ihre bestehenden Arbeitsabläufe ändern zu müssen.
      Cloud- oder On-Premise-Modelle sind anhand von Sicherheit, Betrieb, Updatefähigkeit und internen Ressourcen zu bewerten.
    6. Change Management und kontinuierliche Verbesserung:
      Neue Buchungsregeln oder Desk-Sharing-Konzepte verändern Routinen. Pilotgruppen, verständliche Kommunikation, Feedback und sichtbare Verbesserungen erhöhen die Akzeptanz. Workplace Management ist kein einmaliges Einrichtungsprojekt, sondern ein Regelkreis.
 

 

ROOMZ Advanced Analytics Dashboard für datenbasiertes Workplace Management

ROOMZ Advanced Analytics erfasst die tatsächliche Nutzung von Räumen und Arbeitsplätzen und macht Workplace Management damit messbar.

So funktioniert datenbasiertes Workplace Management

Datenbasiertes Workplace Management verbindet Planung, Nutzung und Verbesserung. Ein praxistauglicher Regelkreis sieht so aus:
  1. Nachfrage verstehen:
    Teams, Tätigkeiten, Anwesenheitsmuster und benötigte Raumtypen erfassen..
  2. Ressourcen visualisieren:
    Arbeitsplätze, Besprechungsräume und weitere Arbeitsbereiche auf interaktiven Etagenplänen übersichtlich darstellen.
  3. Buchungen ermöglichen:
    Mitarbeitenden die Möglichkeit geben, passende Arbeitsbereiche direkt über das Raumplanungsdisplay oder ihr gewohntes Buchungssystem einfach zu reservieren.
  4. Tatsächliche Belegung erfassen:
    Mithilfe von Belegungssensoren und Buchungsdaten erkennen, welche Arbeitsbereiche tatsächlich genutzt werden.
  5. Verbesserungen und Flächenanpassungen umsetzen:
    Buchungsregeln, Raumtypen (zum Beispiel Besprechungsräume, Telefonkabinen oder Arbeitsplätze) sowie die Ausstattung (zum Beispiel Doppelbildschirme oder Videokonferenztechnik) auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse an den tatsächlichen Bedarf anpassen.
  6. Ergebnisse messen:
    Überprüfen, ob sich Workplace Experience, Verfügbarkeit der Arbeitsbereiche, Flächennutzung und betriebliche Effizienz tatsächlich verbessert haben. In dieser Phase ist es wichtig, das Feedback aller Beteiligten, von Mitarbeitenden über Facility und IT bis hin zum Management, systematisch einzuholen und in die weitere Optimierung einzubeziehen.
 

 

ROOMZ Floorplans zur Echtzeit-Visualisierung aller verfügbaren Arbeitsplätze im Workplace Management

ROOMZ Floorplans – Verfügbarkeit aller Arbeitsplätze in Echtzeit im Blick.

Die wichtigste Unterscheidung lautet: Reservierung ist nicht Belegung. Erst der Vergleich beider Datenarten macht No-Shows, spontane Nutzung und unpassende Kapazitäten sichtbar. Daraus entstehen handlungsfähige Entscheidungen – zum Beispiel Auto-Release für ungenutzte Buchungen, mehr kleine Besprechungsräume oder eine andere Verteilung von Fokus- und Kollaborationsflächen.

Die wichtigsten KPIs im Workplace Management

Kennzahlen sollten immer mit einer Entscheidungsfrage verknüpft sein. Eine hohe Datenmenge ist kein Qualitätsmerkmal. Diese KPIs bilden einen sinnvollen Startpunkt:
Kennzahl Beispielhafte Berechnung Entscheidungsfrage
Belegungsquote Belegte Zeit ÷ verfügbare Zeit Wie stark wird eine Ressource tatsächlich genutzt?
Buchungsquote Gebuchte Zeit ÷ verfügbare Zeit Wie hoch ist die geplante Nachfrage?
No-Show-Rate Gebuchte, aber nicht belegte Termine ÷ alle Buchungen Wie viel Kapazität wird blockiert, ohne genutzt zu werden?
Ad-hoc-Nutzung Belegte, aber nicht gebuchte Zeit Welche Arbeitsbereiche und Raumtypen werden häufig ohne vorherige Reservierung genutzt?
Spitzenbelegung Höchste Belegung in definierten Zeitfenstern Reicht die Kapazität an kritischen Tagen und Zeiten?
Wann sind die Auslastungsspitzen (Wochentage, Uhrzeiten)?
Nutzung nach Raumtyp Belegung nach Desk, Meetingraum, Huddle, Fokuszone Passt der Flächenmix zur tatsächlichen Arbeit?
Bietet das Arbeitsplatzangebot ausreichend vielfältige Arbeitsbereiche für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitarbeitenden?
Freigabequote Automatisch oder manuell freigegebene Buchungen Wie wirksam sind Auto-Release und Nutzerregeln?
Adoption Aktive Nutzende oder Buchungen im Verhältnis zur Zielgruppe Wird das System im Alltag angenommen?
Vergleichen Sie Kennzahlen nicht isoliert. Eine geringe durchschnittliche Belegung kann mit hohen Spitzen an einzelnen Tagen einhergehen. Ebenso kann eine hohe Belegung negativ sein, wenn Mitarbeitende regelmässig keinen passenden Raum finden. Zeitverlauf, Raumtyp, Etage und Nutzerfeedback liefern den nötigen Kontext.

Workplace Management in sieben Schritten einführen

Kennzahlen sollten immer mit einer Entscheidungsfrage verknüpft sein. Eine hohe Datenmenge ist kein Qualitätsmerkmal. Diese KPIs bilden einen sinnvollen Startpunkt:

Schritt 1: Ziele und Use Cases festlegen

Definieren Sie zuerst, welches Problem gelöst werden soll: No-Shows reduzieren, Desk Sharing verlässlich organisieren, freie Huddle Spaces sichtbar machen oder eine Flächenentscheidung vorbereiten. Legen Sie messbare Zielgrössen fest.

Schritt 2: Stakeholder und Governance bestimmen

Binden Sie Workplace, Facility, HR, IT, Datenschutz, Corporate Real Estate und gegebenenfalls die Arbeitnehmervertretung ein. Klären Sie Datenverantwortung, Betrieb, Support und Entscheidungsrechte.

Schritt 3: Baseline und Datenqualität prüfen

Analysieren Sie Ihre bestehenden Arbeitsbereiche und die Nutzungsmöglichkeiten, die sie bieten. Inwieweit erfüllen sie die Anforderungen der Mitarbeitenden?
Welche Lösungen für die Raum- und Arbeitsplatzbuchung sowie für die Zusammenarbeit sind bereits im Einsatz?
Welche alltäglichen Herausforderungen berichten die Nutzenden, zum Beispiel lange Suchzeiten nach einem freien Besprechungsraum oder reservierte, aber ungenutzte Räume?

Schritt 4: Datenschutz und Sicherheit gestalten

Legen Sie fest, welche Daten sensibel sind, zum Beispiel Besprechungstitel oder die Namen der Organisatoren. Definieren Sie Aufbewahrungsfristen, Zugriffsrollen und Transparenz gegenüber den Mitarbeitenden. Bewerten Sie gemeinsam mit den zuständigen Fachbereichen, ob Cloud oder On-Premise besser geeignet sind und welche Anforderungen an SSO, WLAN und Integrationen bestehen.

Schritt 5: Einen repräsentativen Pilot starten

Wählen Sie eine Etage oder einen Bereich mit typischen Raumarten und einer engagierten Nutzergruppe. Der Pilot sollte die Buchungsprozesse unter realen Bedingungen testen, Abweichungen zwischen Buchungsdaten und der tatsächlichen Belegung mithilfe von Sensoren sichtbar machen und bewerten, wie gut die Lösung im Arbeitsalltag von den Mitarbeitenden angenommen wird.

Schritt 6: Nutzung begleiten und Feedback auswerten

Erklären Sie Regeln und Nutzen, bieten Sie kurze Hilfen an und beobachten Sie Akzeptanz, Datenqualität und Supportfälle. Kombinieren Sie quantitative Kennzahlen mit qualitativen Rückmeldungen.

Schritt 7: Wirkung messen und kontrolliert skalieren

Vergleichen Sie die Ergebnisse mit der Baseline. Skalieren Sie nur Funktionen, die nachweislich funktionieren, und etablieren Sie einen festen Rhythmus für Reviews und Anpassungen.
Mit der ROOMZ Experience Box können Sie die Lösung in einer realen Arbeitsumgebung testen und Ihren ersten Besprechungsraum dank der kabellosen Installation in weniger als einer Stunde ausstatten.

Die Bedeutung vielfältiger Arbeitsbereiche für eine erfolgreiche Flächenstrategie

Der Erfolg einer Workplace-Management-Strategie hängt nicht allein von der Anzahl der verfügbaren Arbeitsplätze ab. Entscheidend ist vielmehr, ob die Arbeitsumgebung die unterschiedlichen Anforderungen der Mitarbeitenden im Arbeitsalltag unterstützt. Ein typischer Arbeitstag umfasst Teammeetings, konzentriertes Arbeiten, Videokonferenzen, informellen Austausch oder kreative Zusammenarbeit. Kein einzelner Arbeitsbereich kann all diese Anforderungen gleichermassen erfüllen.
Die Daten aus Workplace-Management-Lösungen helfen dabei, den tatsächlichen Bedarf der Mitarbeitenden sichtbar zu machen. Durch die Analyse von Buchungen, tatsächlicher Belegung und Nutzungsmustern erkennen Unternehmen, welche Arbeitsbereiche besonders gefragt sind, welche nur selten genutzt werden und wo Kapazitäten fehlen. Auf dieser Grundlage lassen sich Flächen gezielt weiterentwickeln, beispielsweise durch zusätzliche Telefonkabinen, kleine Besprechungsräume oder kollaborative Arbeitsbereiche, wenn die Daten einen steigenden Bedarf zeigen.
Diese Erkenntnisse werden durch die Leesman-Studie „ The Value of Variety“ bestätigt. Demnach erreichen 65 % der Arbeitsumgebungen mit einer vielfältigen Auswahl an Arbeitsbereichen einen Leesman Index (Lmi) von mindestens 70, verglichen mit nur 17 % der Arbeitsumgebungen mit geringer Vielfalt. Entscheidend für eine positive Workplace Experience ist somit nicht allein ein Flex-Office-Konzept, sondern das Angebot passender Arbeitsbereiche für unterschiedliche Tätigkeiten.
Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unserem Blogartikel:

Wie Vielfalt am Arbeitsplatz die Mitarbeiterzufriedenheit steigert

Auswahlkriterien für Workplace-Management-Software

Kriterium Prüffrage
Passender Funktionsumfang Unterstützt die Lösung genau die Ressourcen und Prozesse, die Sie benötigen, ohne unnötige Komplexität?
Nutzerfreundlichkeit Können Mitarbeitende Räume und Arbeitsplätze mit wenigen Schritten finden, buchen und freigeben?
Buchung plus Belegung Lassen sich geplante Reservierungen und tatsächliche Nutzung gemeinsam auswerten?
Integrationen Passt die Lösung zu Kalendern, Teams, Outlook, Google Workspace, SSO und bestehender Infrastruktur?
Digitale Grundrisse Sind Gebäude, Etagen, Raumtypen und Live-Status verständlich visualisierbar?
Datenschutz und Sicherheit Sind die Grundsätze für Datenanonymisierung, Verschlüsselung, Zugriffsmanagement und Compliance im Einklang mit den Anforderungen der DSGVO klar definiert?
Cloud oder On-Premise Entspricht das Modell den internen Anforderungen und verfügbaren Betriebsressourcen?
Skalierbarkeit Kann der Pilot auf weitere Etagen, Standorte und Ressourcen erweitert werden?
Analytics Liefert das System verständliche, exportierbare und handlungsfähige Auswertungen?
Hardware und Wartung Wie hoch sind Installationsaufwand, Verkabelung, Energiebedarf, Batterielaufzeit und Wartung?

Aufgaben eines Workplace Managers

Ein Workplace Manager verbindet Strategie und Alltag. Die Rolle koordiniert nicht nur Räume, sondern übersetzt Geschäftsziele und Mitarbeitendenbedürfnisse in konkrete Services, Regeln und Verbesserungen.
  •  Workplace-Strategie und Standards entwickeln
  • Arbeitsplatz-, Raum- und Servicebedarfe analysieren
  • Buchungs- und Nutzungsprozesse gestalten
  • Workplace Experience und Feedback verfolgen
  • KPIs, Dashboards und Flächenentscheidungen vorbereiten
  • Facility, HR, IT, Corporate Real Estate und Anbieter koordinieren
  • Piloten, Rollouts und Change-Kommunikation steuern
  • Datenschutz, Sicherheit und Governance mit den zuständigen Stellen sicherstellen
In kleineren Organisationen liegen diese Aufgaben oft bei Office Management oder Facility Management. In grösseren Unternehmen kann ein Workplace Manager ein eigenes Team führen und mehrere Standorte oder Dienstleister koordinieren.

Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden

Fehler Besserer Ansatz
Mit dem Tool statt mit dem Problem starten Definieren Sie Use Case, Zielgruppe und Erfolgskriterien vor der Produktauswahl.
Nur Buchungsdaten auswerten Ergänzen Sie dort, wo es sinnvoll ist, tatsächliche Belegung und Nutzerfeedback.
Durchschnittswerte überbewerten Analysieren Sie Spitzen, Wochentage, Raumtypen, Zonen und Zeitverläufe.
Datenschutz zu spät einbeziehen Gestalten Sie Zweck, Datenminimierung und Transparenz bereits im Pilot.
Akzeptanz voraussetzen Planen Sie Kommunikation, Hilfen, Feedback und sichtbare Quick Wins.
Workplace Management als Einmalprojekt behandeln Etablieren Sie einen kontinuierlichen Review- und Verbesserungsprozess.

Wie wir Workplace Management mit ROOMZ unterstützen

ROOMZ unterstützt den operativen Bereich des Workplace Managements, indem Arbeitsbereiche, Buchungen und die tatsächliche Belegung miteinander verbunden werden. ROOMZ ersetzt weder ein vollständiges Integrated Workplace Management System (IWMS) noch IT-Workplace-Management-Lösungen für die Verwaltung von Arbeitsplätzen und Endgeräten. Stattdessen ergänzt ROOMZ Ihre bestehende Systemlandschaft, indem das vorhandene Buchungssystem mit den physischen Arbeitsbereichen und deren Nutzungsdaten verbunden wird.
Mit unserer Shared Desks verwalten und visualisieren Sie Meetingräume, Huddle Spaces und Shared Desks. Interaktive Grundrisse ermöglichen es, verfügbare Ressourcen schnell zu lokalisieren, während myROOMZ Mitarbeitende dabei unterstützt, den passenden Arbeitsbereich für ihre Bedürfnisse zu finden und zu buchen.
 

 

myROOMZ Buchungs-App zur Reservierung von Arbeitsplätzen im Workplace Management

myROOMZ mobile Buchungs-App zur Arbeitsplatzreservierung im modernen Workplace Management.

Die ROOMZ Belegungssensoren nutzen passive Infrarot-Technologie (PIR), um die tatsächliche Nutzung von Arbeitsbereichen anonym zu erfassen, ohne personenbezogene Daten zu sammeln. Durch den Vergleich von Buchungsdaten mit den von den Sensoren erfassten Belegungsdaten lassen sich No-Shows, spontane Nutzungen sowie Abweichungen zwischen geplanter und tatsächlicher Nutzung erkennen. Diese Daten bilden die Grundlage für Workplace Analytics und ermöglichen fundierte Entscheidungen zur Gestaltung und Optimierung von Arbeitsumgebungen.
Buchungs- und Belegungsdaten werden anschliessend in ROOMZ Advanced Analytics zusammengeführt. So lassen sich mehrere Gebäude, Etagen oder Zonen vergleichen und mithilfe von Tags individuelle Dashboards erstellen.
Für Meetingräume stellen unsere digitalen ROOMZ Displays Status und nächste Buchungen direkt am Raum bereit. Freie Räume können je nach Konfiguration vor Ort gebucht werden. Die kabellose Installation erleichtert Piloten und spätere Erweiterungen.
Praxis-Tipp: Starten Sie nicht mit allen Flächen gleichzeitig. Wählen Sie einen Bereich, in dem Buchungsfrust, No-Shows oder unklare Auslastung sichtbar sind. Messen Sie vor dem Pilot eine Baseline und prüfen Sie nach einigen Wochen, ob Verfügbarkeit, Nutzung und Akzeptanz besser werden.
Sie möchten herausfinden, welcher Einstieg zu Ihren Räumen und Ihrem Buchungssystem passt? Testen Sie eine ROOMZ Experience Box oder lassen Sie einen passenden Pilotaufbau gemeinsam mit uns prüfen.

Praxisbeispiel: Wie BOBST seine Arbeitsumgebungen mithilfe von Daten optimiert

Im Rahmen des Projekts „New Workplace at BSA“, mit dem der Hauptsitz in Lausanne schrittweise für rund 1.000 Mitarbeitende modernisiert wird, hat BOBST Workplace Management zu einem zentralen Bestandteil seiner Flächenstrategie gemacht.
Ziel war nicht nur die Digitalisierung der Raumbuchung, sondern vor allem die Schaffung einer datengestützten Grundlage für die Gestaltung moderner Arbeitsumgebungen. Mithilfe von Buchungsdaten, Belegungssensoren und den Analytics-Dashboards von ROOMZ kann das Facility Management die tatsächliche Nutzung von Besprechungsräumen, Shared Desks und kollaborativen Arbeitsbereichen präzise analysieren.

Zur BOBST Case Study

FAQ zu Workplace Management

Was versteht man unter Workplace Management?

Workplace Management ist die strategische und operative Steuerung der Arbeitsumgebung. Es verbindet Menschen, Arbeitsplätze, Räume, Services, Technologien und Nutzungsdaten, damit hybride Arbeit effizient, verlässlich und nutzerorientiert funktioniert.

Was ist der Unterschied zwischen Workplace Management und Facility Management?

Facility Management steuert Gebäude, technische Anlagen und unterstützende Services. Workplace Management konzentriert sich stärker darauf, wie Menschen Arbeitsplätze und Räume nutzen und erleben. In der Praxis überschneiden sich beide Disziplinen, besonders bei Flächenplanung, Betrieb und Datenanalyse.

Was bedeutet Digital Workplace Management?

Digital Workplace Management gestaltet und betreibt die digitale Arbeitsumgebung, zum Beispiel Kollaborationsplattformen, Intranet, Wissen, Workflows und digitale Employee Experience. Workplace Management bezieht zusätzlich die physische Arbeitsumgebung mit Räumen, Arbeitsplätzen und Belegung ein.

Was gehört zum IT Workplace Management?

IT Workplace Management umfasst den technischen Lifecycle des digitalen Arbeitsplatzes: Endgeräte, Betriebssysteme, Anwendungen, Updates, Security, Zugriffsrechte, Support und häufig Unified Endpoint Management. Es ist nicht gleichbedeutend mit Raum- oder Flächenmanagement.

Was macht ein Workplace Manager?

Ein Workplace Manager entwickelt Standards und Services für die Arbeitsumgebung, analysiert Nachfrage und Nutzung, koordiniert Workplace, Facility, HR, IT und Corporate Real Estate und verbessert Buchungs-, Flächen- und Nutzerprozesse kontinuierlich.

Welche Funktionen sollte Workplace-Management-Software bieten?

Wichtige Funktionen sind Desk- und Raumbuchung, digitale Grundrisse, Echtzeitstatus, Belegungsdaten, Analytics, Integrationen, Rollen- und Rechtemanagement, SSO, Datenschutzfunktionen und eine skalierbare Verwaltung mehrerer Etagen oder Standorte.

Sind Belegungssensoren mit Datenschutz vereinbar?

Das hängt von Technik, Zweck und Umsetzung ab. Datenschutzbewusste Sensorik erfasst nur die für den definierten Zweck erforderlichen Daten, vermeidet Personenbezug, nutzt klare Zugriffsrollen und informiert Mitarbeitende transparent. Die konkrete Bewertung sollte mit Datenschutz und gegebenenfalls Arbeitnehmervertretung erfolgen.

Wie startet man mit Workplace Management?

Starten Sie mit einem klaren Problem und einem repräsentativen Pilotbereich. Definieren Sie Baseline, Stakeholder, Datenschutz, Ziel-KPIs und Support. Kombinieren Sie Buchungsdaten, tatsächliche Nutzung und Feedback, bevor Sie die Lösung auf weitere Flächen skalieren.

 

Fazit: Das richtige Display macht Workplace Management messbar

Am schnellsten überzeugen Sie sich im eigenen Büro: Mit den ROOMZ Starter Kits statten Sie einen ersten Besprechungsraum in unter einer Stunde aus, kabellos, Swiss made und seit 10 Jahren im Einsatz bei Unternehmen wie BOBST und Lonza.
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Autorin & fachliche Prüfung
Nadia OBEIDA ROOMZ Workspace Management

Nadia Obeida

Autorin

Schreibt und kuratiert ROOMZ-Content rund um Raumbuchung, Workplace Experience und digitale Arbeitsplatzlösungen.

Nadia Obeida ist Marketingmanagerin bei ROOMZ. Für diesen Ratgeber hat sie die Anforderungen von IT-, Facility- und Office-Teams in eine verständliche Entscheidungshilfe übersetzt und die SEO-/GEO-Struktur des Artikels verantwortet.

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Roger Meier CEO ROOMZ

Roger Meier

Co-Autor & fachliche Prüfung

Bringt die Produkt- und Praxissicht aus ROOMZ-Projekten in den Artikel ein.

Roger Meier ist Founder und CEO von ROOMZ SA. Er hat den Artikel fachlich mit Blick auf Technologie, Integration, Skalierbarkeit und Praxistauglichkeit geprüft und ergänzt.


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